Was ist soziale Eingliederung?

Eine auf Integration basierende Gesellschaft basiert auf gegenseitigem Respekt und Solidarität, auf der Gewährleistung von Chancengleichheit und menschenwürdigen Lebensbedingungen für alle und auf Vielfalt als Quelle der Stärke und nicht als Faktor der Teilung. Ist es eine europäische Vision oder Realität? Soziale Integration ist das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, deren Mitglieder durch eine gemeinsame Identität und gemeinsame Werte miteinander verbunden sind. Armut ist eine der Hauptursachen für das Gefühl der Ausgrenzung. Der fehlende Zugang zu Sozial- und Gesundheitsdiensten oder fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten können ebenfalls zur sozialen Ausgrenzung beitragen. Du kannst dich ausgeschlossen fühlen, unabhängig von deinem Bildungsniveau oder Einkommen. Dieses Phänomen betrifft nicht nur Menschen, die materiell arm sind: In Europa und Zentralasien ist etwa jeder Dritte sozial ausgegrenzt. Jugend und soziale Eingliederung Junge Menschen gehören zu den am stärksten gefährdeten Menschen in der Gesellschaft, insbesondere während einer schweren Wirtschaftskrise. Jedes fünfte Kind (unter 17 Jahre) lebt in armutsgefährdeten Familien, und mehr als ein Drittel der jungen Erwachsenen (zwischen 18 und 24 Jahren) in der EU sind derzeit arbeitslos (d.h. nicht in der allgemeinen und beruflichen Bildung und nicht in der Arbeit). Auch der Wohnraum spielt eine Rolle. In ländlichen Gebieten lebende Menschen sind fast viermal

ARMUT UND SOZIALE AUSGRENZUNG

Eine Gesellschaft, die immer weniger human ist? Zu empfangen, ohne etwas geben zu können, sich im Labyrinth der Schritte zu verlieren, um zu den eigenen Rechten zu gelangen, auf Blicke zu stoßen, die verachten und demütigen…. das sind die vielen Menschen, die in Armut leben oder einfach von Sozialleistungen abhängig sind. In einem Kontext, in dem die Ungleichheiten zunehmen, in dem der Individualismus, verstärkt durch die Unsicherheit der Existenz, sich in Egoismus verwandelt, fragt sich ein Freiwilliger. Seine Reflexion, die in seiner assoziativen Erfahrung mit Menschen in prekären Situationen wurzelt, wird durch die Lektüre von Autoren genährt, die analysieren, wie unsere Zeitgenossen Armut sehen. Armut ist die schlimmste Form der Gewalt (Gandhi). VORWORT Dieser Text möchte Zeugnis ablegen von einer Reise, von Fragen und Sorgen über den Skandal der Armut in unserer Gesellschaft. Sie basiert auf den Erfahrungen, die ich seit sechs Jahren als Freiwilliger beim Verein Les Amis d’Accompagner (Unterstützung bei ihren Bemühungen als Menschen in prekären Situationen) und auf meinem Engagement für den Verein Vivre Ensemble gesammelt habe. Ich habe versucht, diesen vielfältigen Erfahrungen einen Sinn zu geben und sie gleichzeitig in den Kontext der Mechanismen der sozialen Ausgrenzung am Arbeitsplatz in unserer Gesellschaft zu